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Soziales Frühwarnsystem

Die ProMensch Schweicheln gGmbH hat zum 30.04.2015 den Geschäftsbetrieb eingestellt.

Nach der Grundidee des Sozialen Frühwarnsystems soll möglichst früh Familien ein Unterstützungsangebot bei ersten Anzeichen von Überforderung gemacht werden. Der Begriff Frühwarnsysteme kommt nicht aus den Bereich des Sozialen, wir kennen ihn im Zusammenhang mit technischen Systemen. So warnt beispielsweise der Seismograph vor Erdbeben, der Luftdruckmesser vor gefährlichen Stürmen und der Rauchmelder weist auf die Gefahr eines Brandes hin.

Frühwarnsysteme sind daher als Reaktionsketten zu verstehen. Auf die Wahrnehmung einer Gefahr wird eine Warnung ausgesendet, auf die eine bestimmte Handlung erfolgt. Oberstes Ziel ist gem. der Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG/SGBVIII) das Wohl des Kindes. Dafür muss ein Vernetzungssystem aufgebaut werden. Das Soziale Frühwarnsystem versteht sich explizit als Hilfe und nicht als eine neue Form der sozialen Kontrolle. Deswegen haben wir im Projekt auch immer vom "gemeinsamen Bewerten" statt vom "Warnen" gesprochen. Ein Handeln ist folglich immer nur in Abstimmung mit der Familie möglich.

Nach dem Aufbau eines soziale Frühwarnsystems für Familien mit Neugeborenen und Kleinkindern in Bünde geht es in diesem Projekt um die Kinder und Familien der Bünder Kindertageseinrichtungen.

Eine wachsende Zahl von Kindern im Vorschulalter zeigt Verhaltensbesonderheiten – Aggressivität, Unruhe, Angst, Kontaktschwierigkeiten und andere Probleme werden immer häufiger festgestellt. Diese Verhaltensbesonderheiten im frühen Kindesalter lösen sich in der Regel nicht in "Luft" auf, sondern verstärken sich mit dem zunehmenden Lebensalter des Kindes. Deshalb ist es notwendig, Kinder möglichst frühzeitig zu fördern. Dafür brauchen Eltern/Familien ein Angebot, das über die Tageseinrichtung für Kinder vermittelt werden kann, denn fast alle 3-6-jährigen Kinder besuchen inzwischen einen Kindergarten.

Am 30.10.2006 wurde eine projektbegleitende Arbeitsgruppe gegründet, an der die Leiterinnen von 6 Tageseinrichtungen für Kinder unterschiedlicher Träger aus Bünde teilnahmen. Orientiert an den "Herner Materialien" wurden Anfang 2008 die "Bünder Materialien für Kinder mit besonderen Verhaltenssignalen" veröffentlicht. Teil der Projektarbeit waren und sind intensive Fortbildungsangebote für die Teams der teilnehmenden Einrichtungen.

In 2009 wurden die Materialien überarbeitet und allen Bünder Kindertageseinrichtungen vorgestellt. Im Laufe des Jahres sollen interessierte Kitas´s bei der Umsetzung vom Bünder Jugendamt unterstützt werden.

Die Materialien können Sie sich hier als pdf-Datei downloaden.

   

Soziale Frühwarnsysteme sind eng verbunden mit den Diskussionen um "Frühe Hilfen" und "Kindeswohlgefährdungen". Frühe Hilfen für Familien stehen dabei im Mittelpunkt der aktuellen jugendhilfe-politischen Diskussionen. Das "Nationale Zentrum Frühe Hilfen" bietet hierzu viele Informationen im Netz. Eine gute Broschüre des Kinderschutzbundes zum Thema Kindesvernachlässigung können Sie hier als pdf-Datei downloaden.




Das Projekt wird umgesetzt von:

ProMensch Schweicheln gGmbH
Projektleitung: Ralf Mengedoth
Herforder Str. 219
32120 Hiddenhausen
Telefon: 05221 -960 210
Internet: http://www.pro-mensch-ggmbh.de